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Objekt des Monats
Juli 2026

Die Geologische Wand im Grugapark in Essen

von Timo G. Nijland (Utrecht)


Nijland_2026_Sids_OdM_04_1000.jpg Die „Geologische Wand“ ist ein pädagogisches Konzept, das seit Ende des 19. Jahrhunderts existiert, und auch heute noch gelegentlich errichtet wird. Die Geologische Wand im Grugapark in Essen zeigt einen Querschnitt durch den Untergrund der Stadt Essen, einschließlich der kohleführenden Schichten und der Schächte verschiedener Kohlebergwerke, die zur Zeit der Errichtung der Wand in Betrieb waren. Die Wand entstand im Jahr 1929 und besteht aus Gesteinsproben, die tatsächlich aus dem Essener Untergrund stammen.




Abb.: Übersicht über die Geologische Wand. | Zum Vergrößern ins Bild klicken.



Die Initiative für die Geologische Wand im Grugapark ging vom Direktor des örtlichen Helmholtz-Realschul-Gymnasiums, Wilhelm Löscher (1881-1965), aus. Löscher war auch Gründer und langjähriger Vorsitzender der Geologischen Gesellschaft Essen (1919; heute Essener Gesellschaft für Geographie und Geologie).

1928 wurde der Botanische Garten in Essen eröffnet, in dem 1929 die Große Ruhrländische Gartenbau-Ausstellung (GRUGA) stattfand. Der Botanische Garten wurde Teil des Grugaparks. Es folgten noch mehrere ähnliche Ausstellungen. Die Wand selbst wurde zweimal restauriert: Ende der 1950er- bis Anfang der 1960er-Jahre und zuletzt im Jahr 2002.

Die Wand befindet sich neben dem Garten mit Felspflanzen. Das Profil reicht von Essen-Bergeborbeck im Norden bis nach Essen-Eisingen im Süden. Die Wand ist fünfzehn Meter lang und eineinhalb Meter hoch und hat einen Maßstab von 1:1.500. Ein Meter im Profil entspricht somit eineinhalb Kilometern vor Ort.

Die Steinkohleschichten sind mit schwarzem Silikon markiert. Im Profil sind die Schächte der Steinkohle-Bergwerke Carolus Magnus (in Betrieb 1842–1954), Vereinte Helene und Amelie (1873–1965), Vereinte Sälzer-Neuack (1806–1934), Ludwig (1866–1966), Gottfried Wilhelm (1859–1958) und Carl Funke (1804–1973) zu sehen. Die erhaltenen Gebäude von Vereinte Helene und Amelie und Vereinte Sälzer-Neuack stehen heute unter Denkmalschutz der Stadt Essen.




Abb.: Detailansicht der Geologischen Wand | Zum Vergrößern ins Bild klicken.



Abb.: Detailansicht der Geologischen Wand mit dem 915 Meter tiefen Schacht der Zeche Carolus Magnus. Unten ist die Überschiebung Neukölln dargestellt | Zum Vergrößern ins Bild klicken.


Der Grugapark ist vom Essener Hauptbahnhof aus mit der U-Bahn-Linie 11 hervorragend erreichbar und verlangt einen geringen Eintrittspreis. Neben der Geologischen Wand befindet sich auf dem Gelände auch ein Gradierwerk.



Alle Fotos © Timo G. Nijland (Utrecht)

Letzte Änderung: 09. Juli 2026


Objekt:
Geologische Wand im Grugapark in Essen

Lage:
Grugapark
45131 Essen

Bundesland
Nordrhein-Westfalen

GPS:
51.430647 6.987928

Entstehungszeit/Errichtung:
1929
Restauriert: Ende der 1950er/Anfang der 1960er-Jahre, zuletzt 2002



Literatur:

LASCHET, Ch., MEYER, D.E. & MILITZER, K. (2009): Die Geologische Wand im Grugapark. Ein Streifzug durch die Erd- und Bergbaugeschichte von Essen im Ruhrgebiet. - 24 S.; Essen (Freundeskreis Grugapark Essen e.V.)[ISBN 978-3-00-029635-2].


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